Thorn
Thorn

Service Center

Auge und Wahrnehmung


Die Augenstruktur
Beim Auge handelt es sich um ein lichtempfindliches Sehorgan, welches kleinste Form-, Farb-, Helligkeits- und Entfernungsunterschiede wahrnehmen kann. Der eigentliche Sehprozess findet jedoch im Gehirn und nicht im Auge statt. Die Funktion des Auges besteht darin, das einfallende Licht in verschiedene Impulsstrukturen zu übersetzen, die der Sehnerv dann an das Gehirn weiterleitet.

Die Netzhautstruktur
Auf der Netzhaut befinden sich zwei grundlegende Rezeptorentypen: Stäbchen und Zäpfchen, die diese Informationen sammeln. Die Zäpfchen vermögen die unterschiedlichen Wellenlängen zu unterscheiden, wodurch wir Farben wahrnehmen können. Die sensibleren Stäbchen ermöglichen uns lediglich ein Sehvermögen in schwarz-weiß.

Die Zäpfchen arbeiten tagsüber, bei normalen Tageslichtverhältnissen und ermöglichen uns, Farben detailliert zu unterscheiden. Diesen Prozess nennt man photopisches Sehen bzw. Tagessehen.

Mit Abnahme des Tageslichts, beispielsweise auf das Niveau einer gut beleuchteten Straße, vermindert sich auch die Zäpfchenaktivität und die sensibleren Stäbchen kommen zum Einsatz. Das heißt, das Auge bedient sich einer Mischung aus Zäpfchen und Stäbchen, um zu sehen.

Die Stäbchen ermöglichen uns jedoch nur die Wahrnehmung von schwarz und weiß, d.h. der Gesamteindruck gestaltet sich mit viel weniger Farbe. Dieser Prozess nennt sich mesopisches Sehen.

Bei noch geringeren Lichtmengen, wie zum Beispiel bei Mondlicht, das viel schwächer als normale Straßenbeleuchtung ist, stellen die Zäpfchen ihre Funktion ganz ein. Das Auge verliert seine Fähigkeit, Farben wahrzunehmen und die Stäbchen übernehmen die Sehfunktion. Das Auge sieht jetzt ausschließlich schwarz-weiß. Diese Adaption für das Sehen bei Nacht, nennt sich skotopisches Sehen.